Aufbewahrungsort Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 1705
Codex 103 Blätter, Hs. aus 5 Teilen, die erst im 15. Jh. zusammengebunden wurden
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße 185 x 125 mm
Datierung der Hs. Teil I = Bl. 1-32: 12. Jh., Anfang (Menhardt, S. 53)
Überlieferungstyp auf dem Schlussblatt des 1. Teils einer Sammelhs., der Messdeutungen sowie kanonistische und antihäretische Schriften enthält, zusammen mit drei lat. Augensegen und Regeln zur Kalenderberechnung
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt Bl. 32r, Z. 19-24 = 'Millstätter Blutsegen Der heligo christ war geboren ce betlehem'
Schrifttyp gotische Minuskel
Schriftraum 155 x 95 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 31, auf Bl. 32 nur 29 Z.
Entstehungszeit Anfang 12. Jh. (Steinhoff, Sp. 531)
Schreibsprache südwestdeutsch (Menhardt [1960/61], S. 53
Schreibort Teil I wohl aus St. Blasien im Schwarzwald (Menhardt [1960/61], S. 53; dagegen Steinhoff, Sp. 531: dies nicht gesichert
Abbildung Farbabb. von Bl. 32r
Literatur
  • Karl Müllenhoff und Wilhelm Scherer (Hg.), Denkmäler deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII.-XII. Jahrhundert, Bd. 1: Texte, Bd. 2: Anmerkungen, 3. Ausgabe von Elias von Steinmeyer, Berlin 1892 (Nachdruck Berlin/Zürich 1964), Nr. 47,1, Bd. I, S. 180, Bd. II, S. 272-76. [Bd. 1 online] [Bd. 2 online]
  • Hermann Menhardt, Der sog. Millstätter Blutsegen aus St. Blasien, in: ZfdA 85 (1954/55), S. 197-202.
  • Hermann Menhardt, Verzeichnis der altdeutschen literarischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek, Bd. 1 (Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur 13), Berlin 1960, S. 53. [online]
  • Hans-Hugo Steinhoff, 'Millstätter Blutsegen Der heligo christ war geboren ce betlehem', in: 2VL 6 (1987), Sp. 531 + 2VL 11 (2004), Sp. 1005.
  • Ernst Hellgardt, Die deutschsprachigen Handschriften im 11. und 12. Jahrhundert. Bestand und Charakteristik im chronologischen Aufriß, in: Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985, hg. von Volker Honemann und Nigel F. Palmer, Tübingen 1988, S. 35-81, hier S. 60 (Nr. 90).
  • Ernst Hellgardt, Die deutschen Zaubersprüche und Segen im Kontext ihrer Überlieferung (10. bis 13. Jahrhundert). Eine überlieferungsgeschichtliche Skizze, in: Atti della Accademia Peloritana dei Pericolanti. Classe di Lettere Filosofia e Belle Arti, Vol. LXXI, Anno Accademico CCLXVI (1995), Messina 1997, S. 5-62, hier S. 16f. und 47.
  • Verena Holzmann, "Ich beswer dich wurm und wyrmin ...". Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen (Wiener Arbeiten zur germanischen Altertumskunde und Philologie 36), Bern u.a. 2001, S. 228 (Nr. 204).
  • Balázs J. Nemes, Mechthild von Magdeburg in Millstatt? Die Budapester Handschrift des "Fließenden Lichts der Gottheit" der Mechthild von Magdeburg und ihre Verbindungen zu Millstatt, in: Symposium zur Geschichte von Millstatt und Kärnten, hg. von Franz Nikolasch, Millstatt 2004, S. 17-47 [verkürzte und bearbeitete Form: Die Budapester Handschrift des Fließenden Lichts der Gottheit Mechthilds von Magdeburg und ihre Verbindungen zum Benediktinerkloster Millstatt, in: Jahrbuch der ungarischen Germanistik 2005, S. 119-142], hier S. 119, Anm. 3.
  • Monika Schulz, Wund- und Blutbeschwörungen, in: 2VL 11 (2004), Sp. 1683-1690, hier Sp. 1688f.
Hellgardt Nr. 90
  Elke Krotz (Wien), Mai 2011

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