Aufbewahrungsort Leipzig, Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Klemm-Sammlung Nr. I, 104
[früher Privatbesitz Potsdam; davor Privatbesitz Karl Wilhelm Justi, Marburg]
Codex 275 Blätter
Beschreibstoff Pergament und Papier
Inhalt Bl. 14r-204v = Dietrich von Apolda: 'Vita S. Elisabeth', dt.
Bl. 204v-206v = Elisabeth-Gebet, dt.
Bl. 206r-208r = Elisabeth-Sequenz 'Gaude Syon quod egressus', dt.
Bl. 209r-259v = Gebet vom Leben der heiligen Elisabeth, dt.
Bl. 259v-262v = Elisabeth-Antiphon, dt.
Bl. 262r = Über den Namen 'Elisabeth'
Bl. 263r-267v = Über den Tod von Margarethe von Ungarn, Hedwig von Schlesien u.a.
Bl. 268r, 269r-v = Nachträge zu Bl. 80r
Blattgröße 147 x 105 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 15-17
Besonderheiten 14 ganzseitige Deckfarbenminiaturen auf eingeschossenen Pergamentblättern, von Sibylla von Bondorf, Klarissin in Freiburg
Schreiberin: Elisabeth Schriberin oder Vögtin, Klarissin in Freiburg
Entstehungszeit 1481 (vgl. Bl. 275v)
Schreibsprache niederalem.
Abbildung
  • Schätze S. 9 [= Bl. 24r]
  • Leben und Legende: alle Miniaturen
  • Kat. dtspr. ill. Hss. Abb. 51.23 [= Bl. 134v]
  • Bodemann S. 438 (Abb. 3) [= Bl. 13r]
  • Heiland-Justi, Anhang [= 16 Farb-Abbildungen]
Literatur
  • Karl Wilhelm Justi, Elisabeth die Heilige, Landgräfin von Thüringen und Hessen, Neue sehr vermehrte und verbesserte Auflage, Marburg 1835, S. XXXII-XXXVI. [online]
  • Helmut Lomnitzer, Zu deutschen und niederländischen Übersetzungen der Elisabeth-Vita Dietrichs von Apolda, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 89 (1970), S. 53-65, hier S. 60f.
  • Schätze aus dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum. Neujahrsgabe der Deutschen Bücherei 1985, Leipzig 1984, S. 8f.
  • Leben und Legende der heiligen Elisabeth. Nach Dietrich von Apolda. Mit 14 Miniaturen der Handschrift von 1481. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Rainer Kößling, Frankfurt a.M./Leipzig 1997.
  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss, fortgeführt von Norbert H. Ott zusammen mit Ulrike Bodemann, Bd. 6,3/4 (Heiligenleben, von Ulrike Bodemann), München 2005, S. 211-214 (Nr. 51.9.2). [online]
  • Ulrike Bodemann, Von Schwestern für Schwestern. Miniaturenzyklen der Klarissin Sibylla von Bondorf und ihre Funktion, in: Frauen - Kloster - Kunst. Neue Forschungen zur Kulturgeschichte des Mittelalters. Beiträge zum Internationalen Kolloquium vom 13. bis 16. Mai 2005 anlässlich der Ausstellung 'Krone und Schleier', hg. von Jeffrey F. Hamburger u.a., Turnhout 2007, S. 197-209 (mit S. 438f. [Abb. 1-4], S. 492f. [Tafel 18-21]), hier S. 200, 201ff., 438.
  • Christoph Mackert / Falk Eisermann, Sammelhandschrift mit deutschen Elisabeth-Texten, in: Elisabeth von Thüringen - eine europäische Heilige. Katalog, hg. von Dieter Blume und Matthias Werner, Petersberg 2007, S. 432-444 (Nr. 285).
  • Anne Winston-Allen, "Es [ist] nit wol zu gelobind, daz ain frowen bild so wol kan arbaiten". Artistic Production and Exchange in Women's Convents of the Observant Reform, in: Frauen - Kloster - Kunst. Neue Forschungen zur Kulturgeschichte des Mittelalters. Beiträge zum Internationalen Kolloquium vom 13. bis 16. Mai 2005 anlässlich der Ausstellung 'Krone und Schleier', hg. von Jeffrey F. Hamburger u.a., Turnhout 2007, S. 187-195 (mit S. 436f. [Abb. 1-3], S. 490f. [Tafel 16-17]), hier S. 190f. mit Anm. 24.
  • Isabella Schiller, Die handschriftliche Überlieferung der Werke des Heiligen Augustinus, Bd. X/2: Ostdeutschland und Berlin. Verzeichnis nach Bibliotheken (Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 791; Veröffentlichungen der Kommission zur Herausgabe des Corpus der lateinischen Kirchenväter XXVI), Wien 2009, S. 303.
  • Werner Heiland-Justi (Hg.), Die Legende der heiligen Elisabeth von Dietrich von Apolda. Nach der Freiburger Klarissen-Handschrift von 1481, Freiburg i.Br. 2015.
  • Matthias Eifler, Erschließung von Kleinsammlungen mittelalterlicher Handschriften in Sachsen und dem Leipziger Umland. [online]
Archivbeschreibung ---
Ergänzender Hinweis Die Handschrift befindet sich (bis 2013) als Depositum des Eigentümers im Leipziger Museum; danach geht sie in den rechtmäßigen Besitz des Museums über.
  Mitteilungen von Sine Nomine
Ulrike Bodemann (München), Juni 2015