Aufbewahrungsort Moskau, Staatsbibl. (RGB), Hss.-Abtl. Fonds 218, Nr. 953-2
[früher Lübeck, Stadtarchiv, Hs. 740]
Codex 38 Blätter
Beschreibstoff Papier
Inhalt 'Lübisches Recht'
Blattgröße 205 x 132 mm
Schriftraum 170 x ca. 100 mm
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 30-32
Entstehungszeit 2. Hälfte 15. Jh (die Datierung ins 14. Jh. bei Schiewer/Schiewer S. 491 ist überholt)
Schreibsprache mnd. (Schiewer/Schiewer S. 491)
Abbildung 5 Farbabb. (Auswahl) im Internet
Literatur
(Hinweis)
  • Hans-Jochen Schiewer und Regina D. Schiewer, Norddeutsche Handschriften in Moskau, in: Scrinium Berolinense. Tilo Brandis zum 65. Geburtstag, hg. von Peter Jörg Becker u.a. (Beiträge aus der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz 10), Berlin 2000, Bd. I, S. 486-498, hier S. 491 (Nr. 8) [mit teilweise fehlerhaften Angaben].
  • Daria Barow-Vassilevitch und Marie-Luise Heckmann, Abendländische Handschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit in den Beständen der Russischen Staatsbibliothek (Moskau), Wiesbaden 2016, S. 244f.
Archivbeschreibung Paul Hagen (1906) 2 Bll.
Ergänzender Hinweis Kurzbeschreibung (via ManuMed).
Die Handschrift hat sich wohl zunächst in Privatbesitz befunden (vgl. Datum A. 1548 ? auf Bl. 2r, Besitzereintrag Ludolfus Hanedank Bl. 37v und Geschäftsnotizen Bl. 37r). Obwohl das Signaturenschild vom Rücken abgerissen ist, lassen Einbandtyp und Stil des Titelaufklebers am Rücken (identisch mit Fonds 218, Nr. 953.1) auf mindestens einen gemeinsamen Vorbesitzer schließen: Carl Henrich Dreyer (1723-1802), Rechtsgelehrter und Lübecker Syndikus. Von ihm stammt vielleicht auch die handschriftliche Nummerierung der Artikel. Die geprägte Titelangabe am Rücken (Codex Iuris Lübec[ensis] [h ?]ist. 348) verweist möglicherweise auf die Signatur in der Bibliothek Dreyers. Vermutlich nach dessen Tod kam die Hs. ins Stadtarchiv (heute Archiv der Hansestadt) Lübeck, wo sie unter der Signatur Ms. 740 geführt wurde.
Die Identifizierung gelang anhand der von Paul Hagen 1906 angefertigten und heute im Handschriftenarchiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aufbewahrten Beschreibung aufgrund der Übereinstimmung der äußeren Merkmale und der Initien. Laut den Unterlagen im Archiv der Moskauer Handschriftenabteilung wurde die Hs. 1959 als Teil der umfangreichen Handschriftensammlung von Vladimir Gerasimovič Šišlov erworben und unter der Eingangsnummer 67/5 (vgl. Eintrag im vorderen Spiegel) registriert. Die Annahme von Schiewer/Schiewer, dies sei der zweite Teil von Fonds 218, Nr. 953.1, ist nicht richtig.
  Mitteilungen von Klaus Graf, Sine Nomine
Daria Barow-Vassilevitch (Moskau/Berlin), März 2017

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