Aufbewahrungsort Washington (D.C.), Libr. of Congress, Rosenwald Collection, Ms. 4
Codex 8 Blätter
Beschreibstoff Pergament
Inhalt 'Süddeutsche Tafelsammlung',
Bilder-Enzyklopädie mit lat. und dt. Beischriften ("Sammlung von textierten Bildtafeln", Wirth S. 258), darin:
Bl. 8r = Strophe in Frauenlobs Langem Ton (Wa 1)
Blattgröße 400 x 320 mm
Entstehungszeit ca. 1410 (Faye/Bond S. 124); kaum vor 1420 (Wirth S. 257); Anfang 15. Jh. (Haustein/Stackmann S. 31); vor 1420 eher unwahrscheinlich, nach 1430? (Castelberg/Fasching S. 25)
Schreibsprache bair. (Wirth S. 257; "mittelbairisch-nordbairisches Grenzgebiet" Castelberg/Fasching S. 28 und 37)
Abbildung
  • Farb-Abbildung des Codex
  • Wirth S. 288-295 (Abb. 1-8) [= Bl. 1r, 1v, 4v, 5r, 5v, 6r, 8r, 8v]
Literatur
(Hinweis)
  • Christopher U. Faye und William H. Bond, Supplement to the Census of Medieval and Renaissance Manuscripts in the United States and Canada, New York 1962, S. 124 (Nr. 163; bezeichnet als "Hartlieb: Die Kunst Ciromantia").
  • The Lessing J. Rosenwald Collection, A Catalog of the Gifts of Lessing J. Rosenwald to the Library of Congress 1943-1975, Washington 1977, S. 4 (Nr. 4). [online]
  • Karl August Wirth, Lateinische und deutsche Texte in einer Bilderhandschrift aus der Frühzeit des 15. Jahrhunderts, in: Latein und Volkssprache im deutschen Mittelalter 1100-1500. Regensburger Colloquium 1988, hg. von Nikolaus Henkel und Nigel F. Palmer, Tübingen 1992, S. 256-295 (als "Rosenwald Ms. 3" bezeichnet).
  • Repertorium der Sangsprüche und Meisterlieder des 12. bis 18. Jahrhunderts, hg. von Horst Brunner und Burghart Wachinger unter Mitarbeit von Eva Klesatschke u.a., Bd. 1: Einleitung, Überlieferung [darin S. 59-318: Handschriftenverzeichnis, bearbeitet von Eva Klesatschke und Frieder Schanze], Tübingen 1994, S. 262f. (als "Rosenwald Collection, ms. no. 3" bezeichnet).
  • Jens Haustein und Karl Stackmann (Hg.), Sangsprüche in Tönen Frauenlobs. Supplement zur Göttinger Frauenlob-Ausgabe. Unter Mitarbeit von Thomas Riebe und Christoph Fasbender, 2 Teile (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philol.-Hist. Klasse III,232), Göttingen 2000, S. 31 (als "Rosenwald Collection, ms. 3" bezeichnet).
  • Burghart Wachinger, 'Secundus', in: 2VL 11 (2004), Sp. 1402-1408, hier Sp. 1403 (als "Rosenwald Collection, MS 4 (!)" bezeichnet).
  • Marcus Castelberg, Beschädigte Bilder und Texte. Entstehung, Thematik und Funktion einer spätmittelalterlichen Tafelsammlung, in: Literatur und Wandmalerei II. Konventionalität und Konversation. Burgdorfer Colloquium 2001, hg. von Eckart Conrad Lutz, Johanna Thali und René Wetzel, Tübingen 2005, S. 303-333 und Abb. 36-45.
  • Henrike Lähnemann, Hystoria Judith. Deutsche Judithdichtungen vom 12. bis zum 16. Jahrhundert (Scrinium Friburgense 20), Berlin/New York 2006, S. 426 (als "Rosenwald Collection, ms. 4" bezeichnet).
  • Franziska Wenzel, Meisterschaft im Prozess. Der Lange Ton Frauenlobs - Texte und Studien. Mit einem Beitrag zu vormoderner Textualität und Autorschaft (Deutsche Literatur. Studien und Quellen 10), Berlin 2012, S. 339.
  • Marcus Castelberg, Wissen und Weisheit. Untersuchungen zur spätmittelalterlichen 'Süddeutschen Tafelsammlung' (Washington, D.C., Library of Congress, Lessing J. Rosenwald Collection, ms. no. 4) (Scrinium Friburgense 35), Berlin/Boston 2013.
  • Marcus Castelberg und Richard F. Fasching (Hg.), Die 'Süddeutsche Tafelsammlung'. Edition der Handschrift Washington, D.C., Library of Congress, Lessing J. Rosenwald Collection ms. no. 4) (Scrinium Friburgense 34), Berlin/Boston 2013.
  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss und Norbert H. Ott, hg. von Ulrike Bodemann, Kristina Freienhagen-Baumgardt, Pia Rudolph und Nicola Zotz, Bd. 6/5 (Heiltumsbücher - 'Herzog Ernst'), München 2015, S. 452-457 (Nr. 49a.2.1) und Abb. 49a.1.
Archivbeschreibung ---
Ergänzender Hinweis 1) Die Handschrift wird in der einschlägigen Literatur zunächst mit der Signatur "Ms. 3", dann als "Ms. 4" bezeichnet; in der Handschrift steht auf Bl. IIr "Rosenwald Coll. Ms. no. 3".
2) Die unzutreffende Inhaltsbezeichnung bei Faye/Bond ("Hartlieb: Die Kunst Ciromantia") geht auf das nachmittelalterliche Titelschild (Die Kunst Ciromantia von Doktor Hartlieb Herzoglich baierischen Leibarzt. 1448) zurück; dieses bezieht sich auf das Blockbuch, mit dem die Hs. früher zusammengebunden war, vgl. Castelberg S. 303 Anm. 1 und die auf Bl. Ir eingeklebte Zeitungsnotiz zur Versteigerung 1845. Das unvollständige Exemplar umfaßte nur 16 Blätter und dürfte daher identisch sein mit dem Exemplar in Dallas oder in New York (The Morgan Libr.), vgl. Blockbücher des Mittelalters. Bilderfolgen als Lektüre, hg. von der Gutenberg-Gesellschaft und dem Gutenberg-Museum, Mainz 1991, S. 361 und 382.
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Juni 2016

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