Handschriften­census

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Über­lieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

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384 Artikel, Seite 1 von 39

Neue Kontakt-Mailadresse 

Aufgrund technischer Umstrukturierungen hat die Arbeitsstelle nun eine neue Kontakt-Mailadresse bekommen. Ab sofort ist der HSC unter der neuen Mailadresse handschriftencensus@uni-marburg.de erreichbar.
Bernhard Runzheimer | 28. Februar 2025

Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters 

Neu erschienen:
Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss und Norbert H. Ott, hg. von Kristina Freienhagen-Baumgardt, Pia Rudolph und Nicola Zotz, Bd. 10,4/5 (Recht), München 2024.

Die Lieferung 4/5 enthält Beschreibungen und Abbildungen zur Stoffgruppe 106. Recht sowie in einem Anhang das Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur und verschiedene Register für den gesamten Band 10, der mit dieser Lieferung komplett ist.
Daniel Könitz | 27. Februar 2025

Rekordverdächtig 

Nur 16 Wochen benötigte der Zisterzienser Oswald Braytenveld von Steinheim im schwäbischen Alerheim, um für Graf Ludwig den Jüngeren von Oettingen (ca.1380-1422) eine in der Forschung bisher offensichtlch unbekannte Pergamenthandschrift zu schreiben, die auf 252 Blättern vor allem eine deutsche Psalmenübersetzung enthält. Der aufwändig mit historisierten Deckfarbeninitialen und Akanthusranken samt Drolerien ausgestattete und am 14. September 1418 fertiggestellte Band fand auf einer Christie's-Auktion in London am 11. Dezember 2024 einen neuen (leider unbekannten) Besitzer.
Redaktion HSC | 25. Februar 2025

Neuer Maniculae-Beitrag 

Anette Löffler, Immer wieder Jakob van Maerlant. Ein weiteres Fragment der 'Naturen Bloeme' in Wismar, in: Maniculae 6 (2025), S. 1-4. [online]
Daniel Könitz | 17. Februar 2025

Katalog zu deutschen Handschriften in der Warschauer Nationalbibliothek 

Neu erschienen:
Rękopisy niemieckie różnych proweniencji, opracowanie Anna Just, Krzysztof Kossarzecki (Katalog Rękopisów Biblioteki Narodowej 32), Warszawa 2024.

Der von Anna Just und Krzysztof Kossarzecki vorgelegte Katalog verzeichnet deutsche Handschriften verschiedener Provenienz, die u.a. durch Schenkungen und Ankäufe in die Warschauer Nationalbibliothek gelangten oder in den Nachkriegsjahren des 20. Jahrhunderts aus verschiedenen Sammelstellen dorthin überführt wurden.
Daniel Könitz | 13. Februar 2025

'Feuerwerkbuch von 1420' wieder aufgetaucht 

Eine um 1460 entstandene und der Forschung weitgehend unbekannt gebliebene Papierhandschrift des 'Feuerwerkbuchs von 1420' befand sich lange Jahre im Besitz des Schweizer Antiquars Roland Hartmann (1922-2007). Nach seinem Tod war über den weiteren Verbleib der Handschrift nichts bekannt. Ursula Kundert (St. Gallen) teilt freundlicherweise mit, dass sich das 'Feuerwerkbuch' als Cod. Sang. 2185 in der Stiftsbibliothek St. Gallen befindet. Den Angaben bei swisscollections.ch zufolge gelangte die Handschrift 2019 durch eine private Schenkung an die Stiftsbibliothek.
Daniel Könitz | 6. Februar 2025

'Neuigkeiten' im HSC 

Zum Ende des vergangenen Jahres hat der 'Handschriftencensus' seine Aktivität auf der Plattform 'X' (ehem. 'Twitter') beendet. In der Nachfolge werden aktuelle Entwicklungen zur mittelalterlichen Literatur und deren handschriftlicher Überlieferung sowie zur eigenen Projektarbeit künftig (wieder) in der Rubrik 'Neuigkeiten' mitgeteilt. Die Nachrichten können über das Menü (HSC -> Neuigkeiten) aufgerufen oder mittels RSS-Feed automatisiert abgerufen werden. Auf der HSC-Startseite informiert zusätzlich eine Info-Box über die aktuellste Nachricht. Die 'Neuigkeiten' enthalten insgesamt mehr als 370 Nachrichten, die bis in das HSC-Gründungsjahr zurückreichen. Unterschiedliche Kategorien (z.B. Funde) bieten zusätzlich die Möglichkeit, die Anzeige der 'Neuigkeiten' zu filtern.
Daniel Könitz | 3. Februar 2025

'Königsberger Marienklage' wieder aufgetaucht 

Bis in die späten Fünfzigerjahre des 20. Jahrhunderts befand sich die einzige vollständige Handschrift der 'Königsberger Marienklage' (HSC  4061) in der Thorner Universitätsbibliothek. Danach verliert sich ihre Spur und der Codex, der auch 'Der Seele Kranz' und 'Der Tisch im Himmelreich' enthält, war viele Jahrzehnte nicht auffindbar. Zuletzt galt die Handschrift als verloren. Bei einer Recherche in der Datenbank manuscripta.pl konnte jetzt festgestellt werden, dass sich die Handschrift heute unter der Signatur Ms Akc. 33/57 in der Breslauer Ossolinski-Bibliothek befindet. 
Daniel Könitz | 21. Januar 2025

Neuer Handschriftenkatalog erschienen 

Im Harrassowitz Verlag ist ein Katalog zu 58 mittelalterlichen Handschriften und 18 Fragmenten aus kleineren Sammlungen (Bibliotheken, Museen, Archiven und Kirchenbibliotheken) in Sachsen und dem Leipziger Umland erschienen: Matthias Eifler, Kleinsammlungen mittelalterlicher Handschriften in Ostdeutschland. Teil I: Mittelalterliche Handschriften und Fragmente in Sachsen und dem Leipziger Umland, Wiesbaden 2024.
Daniel Könitz | 20. Januar 2025

Fragment aus dem 'Buch der Märtyrer' wieder vollständig zugänglich 

Lange Zeit war das 1881 veröffentlichte Frauenfelder Fragment aus dem 'Buch der Märtyrer' verschollen. Nachdem vor wenigen Jahren Maria Solovey (Frauenfeld) das Doppelblatt wiedergefunden hat, konnten jetzt Laura Glöckler (Frauenfeld) und Marina Bernasconi Reusser (Castel San Pietro) die Wiederentdeckung der beiden bisher noch fehlenden Querstreifen vermelden. Nähere Informationen zum Fragment bei Fragmentarium und im 'Handschriftencensus'.
Daniel Könitz | 17. Januar 2025