Aufbewahrungsort Heidelberg, Universitätsbibl., Heid. Hs. 1012
[früher Ashburnham-Place, Bibl. Ashburnhamiana, Coll. Barrois, Nr. 486]
Codex II + 257 + II Blätter [drei wohl früh vereinigte Teile, vgl. Werner S. 94/96]
Beschreibstoff Papier
Inhalt Bl. 1r = leer (außer Stempel der Heidelberger Bibliothek)
Bl. 1v-20ra = Augustijn: 'Der Herzog von Braunschweig'
Bl. 20rb-23vb = leer
Bl. 24ra-248vb = Elisabeth von Nassau-Saarbrücken: 'Loher und Maller'
Bl. 249ra-254vb = Schondoch: 'Die Königin von Frankreich' (Hd)
Bl. 255r-257v = leer
Blattgröße 285 x 205 mm [!]
Spaltenzahl 2
Versgestaltung Verse abgesetzt
Besonderheiten Zum 'Herzog von Braunschweig' 12 ganzseitige kolorierte Federzeichnungen; 'Loher und Maller' geschrieben von Johann von Worms OP in Trier (vgl. Bl. 248vb), der erste und dritte Text von einer zweiten Hand (Werner S. 94).
Entstehungszeit 'Loher und Maller' 1464 [oder 1463?] (vgl. Bl. 248vb); der erste und dritte Text etwa gleichzeitig (Werner S. 94)
Schreibsprache mittelfrk., mit rheinfrk. und niederalem. Elementen (Werner S. 96 mit Anm. 5)
Abbildung
  • Farb-Abbildung des Codex
  • Werner S. 95 [= Bl. 11r]
Literatur
(Hinweis)
  • Robert Priebsch, Deutsche Handschriften in England, Bd. 1, Erlangen 1896, S. 3f., 197-219 (Nr. 2). [online]
  • Bernard Quaritch, [Catalogue] 211: A Catalogue of Ancient, Illuminated, & Liturgical Manuscripts Ranging from the VIIth to the XVIIIth Century, also Facsimiles of Mss. and Works on Palaeography, London 1902, S 53f. (Nr. 13).
  • Arend Mihm, Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter (Germanische Bibliothek, 3. Reihe), Heidelberg 1967, S. 129.
  • Wilfried Werner, Cimelia Heidelbergensia. 30 illuminierte Handschriften der Universitätsbibliothek Heidelberg, Wiesbaden 1975, S. 93-96. [online]
  • Hanns Fischer, Studien zur deutschen Märendichtung, 2., durchgesehene und erweiterte Auflage, besorgt von Johannes Janota, Tübingen 1983, S. 190 Anm. 220, 243 Anm. 102, 288, 311, 398 (irrtümlich als "Cpg 1012" bezeichnet).
  • Ute von Bloh, 'Loher und Maller'. Übertragen aus dem Französischen von Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. Hamburg, Staats- und Universitätsbibliothek, Cod. 11 und 11a in scrino. Farbmikrofiche-Edition. Literar- und kunsthistorische Einführung und kodikologische Beschreibung (Codices illuminati medii aevi 35), München 1995, S. 11 (Nr. 2).
  • Sibylle Jefferis, Die neuaufgefundene Heidelberger Handschrift von Schondochs Königin von Frankreich und der ungetreue Marschall: Ihre Einordnung in die übrige Handschriftenüberlieferung, in: New Texts, Methodologies, and Interpretations in Medieval German Literature (Kalamazoo Papers 1992-1995), hg. von S. J. (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 670), Göppingen 1999, S. 209-227 (mit neuem Stemma S. 226).
  • Ute von Bloh, Kurt Gärtner und Michael Heintze, 'Lohier et Malart' - 'Loher und Maller': Vorschläge zu einer Edition des Epos, in: Zwischen Deutschland und Frankreich. Elisabeth von Lothringen, Gräfin von Nassau-Saarbrücken, hg. von Wolfgang Haubrichs und Hans-Walter Herrmann unter Mitarbeit von Gerhard Sauder (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung e.V. 34), St. Ingbert 2002, S. 427-457, hier S. 428.
  • Sibylle Jefferis, Das Meisterlied von der Königin von Frankreich: Ihre Geschichte in Text und Bildern. Anhang: Faksimile des Erfurter Drucks von 1498 von Hans Sporer, mit Illustrationen, in: Current Topics in Medieval German Literature: Texts and Analyses (Kalamazoo Papers 2000-2006), ed. by S. J. (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 748), Göppingen 2008, S. 117-149, bes. S. 125.
  • Bernd Bastert, Helden als Heilige. Chanson de geste-Rezeption im deutschsprachigen Raum (Bibliotheca Germanica 54), Tübingen/Basel 2010, S. 482.
  • Ute von Bloh unter Mitarbeit von Silke Winst (Hg.), Loher und Maller. Kritische Edition eines spätmittelalterlichen Prosaepos (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 50), Berlin 2013, S. XVII.
  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss und Norbert H. Ott, hg. von Ulrike Bodemann, Kristina Freienhagen-Baumgardt, Pia Rudolph und Nicola Zotz, Bd. 6/5 (Heiltumsbücher - 'Herzog Ernst'), München 2015, S. 419-422 (Nr. 56.1.1) und Tafel 56.Ia.
Ergänzender Hinweis Die Handschrift wurde der Josefine-und-Eduard-von-Portheim-Stiftung am 19. September 2007 von der Universität Heidelberg zurückgegeben und befindet sich seither als Dauerleihgabe in der Universitätsbibliothek Heidelberg.
Editionsprojekt
  Mitteilungen von Gisela Kornrumpf, Sine Nomine
kz / cg, Juni 2016

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