Aufbewahrungsort München, Staatsbibl., Cgm 8840
[früher Straubing, Bibl. des Johannes-Turmair-Gymnasiums, y 80]
Fragment vom Einband einer Schedelschen Weltchronik (Nürnberg 1493) abgelöst
Beschreibstoff Pergament
Blattgröße oberes und unteres Drittel des äußeren und alle drei Drittel des inneren Doppelblattes des 2. Quaternio der ursprünglichen Hs. (Taeger 1996, S. XXII); ca. 200 x 120 mm
Datierung der Hs. um oder kurz nach 850 (Bischoff [1979] S. 174)
Überlieferungstyp Deutsche Handschrift
Deutsche(r) Text(e)
Inhalt 'Heliand' (S)
Schrifttyp karolingische Minuskel
Spaltenzahl 1
Zeilenzahl 25
Strophengestaltung ein miniierter Fittenanfang, ein zweiter nicht ausgeführt
Versgestaltung Verse nicht abgesetzt
Besonderheiten zahlreiche auf die Versrhythmik bezogene Akzente
Schreibsprache aus dem nördlichen Teil des (engrischen) Mittelbereichs des altsächsischen Sprachraums (vgl. Taeger [1996] S. XXII)
Schreibort etwa Bremen, Wildeshausen oder Verden (Klein S. 219)
Abbildung
  • Abbildung der Hs. in der Digitalen Bibliothek der BSB München
  • Taeger (1985) Abbildungen 17b [= Bl. 1r], 18a [= Bl. 1v], 18b [= Bl. 2r], 19a [= Bl. 2v], 19b [= Bl. 3r], 20a [= Bl. 3v], 20b [= Bl. 4r], 21a [= Bl. 4v].
Literatur
  • Bernhard Bischoff, Die Straubinger Fragmente einer Heliand-Handschrift, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 101 (1979), S. 171-180.
  • Burkhard Taeger, Das Straubinger 'Heliand'-Fragment. Philologische Untersuchungen I, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 101 (1979), S. 181-228.
  • Burkhard Taeger, 'Heliand', in: 2VL 3 (1981), Sp. 958-971 + 2VL 11 (2004), Sp. 641f.
  • Burkhard Taeger, Das Straubinger 'Heliand'-Fragment. Philologische Untersuchungen II.1, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 103 (1981), S. 402-424.
  • Burkhard Taeger, Das Straubinger 'Heliand'-Fragment. Philologische Untersuchungen II.2, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 104 (1982), S. 10-43.
  • Burkhard Taeger, Das Straubinger 'Heliand'-Fragment. Philologische Untersuchungen II.3, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 106 (1984), S. 364-389.
  • Burkhard Taeger (Hg.), Der Heliand. Ausgewählte Abbildungen zur Überlieferung. Mit einem Beitrag zur Fundgeschichte des Straubinger Fragments von Alfons Huber (Litterae 103), Göppingen 1985.
  • Thomas Klein, Die Straubinger Heliand-Fragmente: Altfriesisch oder altsächsisch?, in: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 31/32 (1990), S. 197-225.
  • Steffen Krogh, Die Stellung des Altsächsischen im Rahmen der germanischen Sprachen (Studien zum Althochdeutschen 29), Göttingen 1996, bes. S. 116.
  • Burkhard Taeger (Hg.), Heliand und Genesis, hg. von Otto Behaghel, 10., überarbeitete Auflage von B. T. (Altdeutsche Textbibliothek 4), Tübingen 1996.
  • Rolf Bergmann (Hg.), Althochdeutsche und altsächsische Literatur, Berlin/Boston 2013, hier S. 154-163 ('Heliand', Wolfgang Haubrichs).
  • Elisabeth Wunderle, Die mittelalterlichen deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Vorläufige Beschreibungen (ab Cgm 5255). [online]
  Elke Krotz (Wien), Juni 2016

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