Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 24356

Aufbewahrungsorte | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsorte 

InstitutionArtUmfang
St. Petersburg, Nationalbibl., Fond 955 op. 2 Nr. 57Codex206 Blätter

Inhalt 

Sammelhandschrift mit Texten von und Kommentaren zur Heiligen Birgitta von Schweden, darin:
Bl. 1 = leer
Bl. 2ra-13rb = (Pseudo-?) Johannes de Turrecremata: Kommentar zu den 'Revelationes' Birgittas von Schweden, dt. (Vorrede, Kap. I-V)
Bl. 13rb-23va = Bulla Bonifacii, dt.
Bl. 23va-24rb = Bulla Martini, dt.
Bl. 24rb-173vb = (Pseudo-?) Johannes de Turrecremata: Kommentar zu den 'Revelationes' Birgittas von Schweden, dt. (Kap. VI)
Bl. 174ra-196vb = 'Birgittinerregel'
Bl. 197ra-201va = Birgitta von Schweden: Offenbarungen, dt. (Schluß fehlt)
Bl. 201va-205rb = 'Birgitta von Schweden' (Prosalegende) (Mirakelexzerpt)

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
Blattgröße318 x 215 mm
Schriftraum235 x 125 mm
Spaltenzahl2
Zeilenzahl36
Entstehungszeitum 1500 (Walther Bl. 1)
Schreibsprachemd. mit ostmd. Formen (vgl. Bondarko S. 122)

Forschungsliteratur 

Literatur
  • Gustav Schmidt, Die Handschriften der Gymnasial-Bibliothek II, in: Königl. Dom-Gymnasium in Halberstadt. Oster-Programm 1881, Halberstadt 1881, S. 1-32, hier S. 1. [online]
  • Ulrich Montag, Das Werk der heiligen Birgitta von Schweden in oberdeutscher Überlieferung. Texte und Untersuchungen (MTU 18), München 1968, S. 18, Anm. 1.
  • Nikolai Bondarko, Die deutschsprachigen Handschriften der Russischen Nationalbibliothek St. Petersburg aus Halberstadt: Die Perspektiven ihrer wissenschaftlichen Erschließung am Beispiel der birgittinischen Schriften in Cod. Fonds 955 op. 2. Nr. 57, in: Deutsch-russische Arbeitsgespräche zu mittelalterlichen Handschriften und Drucken aus Halberstadt in russischen Bibliotheken, hg. von Rudolf Bentzinger, Astrid Breith, Catherine Squires und Irina Velikodnaja (Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt, Sonderschriften 43; Deutsch-russische Forschungen zur Buchgeschichte 1), Erfurt 2012, S. 115-130.
  • Tobias Tanneberger, "... usz latin in tutsch gebracht ...". Normative Basistexte religiöser Gemeinschaften in volkssprachlichen Übertragungen. Katalog - Untersuchung - Fallstudie (Vita regularis. Abhandlungen 59), Berlin 2014, S. 276 (Nr. 288).
ArchivbeschreibungHans Walther (1921) 8 Bll. [unter dem früheren Aufbewahrungsort]
Ergänzender HinweisIn Walthers Archivbeschreibung (Bl. 3 „fol. 14vb-22rb“) sowie in N. Bondarkos Aufsatz (S. 125 „Bl. 15vb-23va“) wird das ‚Das Leben der Heiligen Birgitta‘ als eigenständiger Text verzeichnet. Nach Nikolaj Bondarkos E-Mail vom 27.11.18 ist das ‚Leben der Hl. Birgitta‘ jedoch kein eigenständiger Text, sondern Bestandteil der ‚Vita Bonifacii‘. Entsprechend wurde der Eintrag ‚Leben der Hl. Birgitta‘ im Inhaltsfeld gelöscht (11.12.18).
Mitteilungen von Nikolaj Bondarko, Sine Nomine
Elke Zinsmeister/Jürgen Wolf/ddw, Dezember 2018