Handschriften­census

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Über­lieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

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Akademievorhaben Handschriftencensus

HSC-Neuigkeiten

4. Februar 2026
Kölner Gebetbuch (wieder) in Köln

Vor wenigen Jahren versteigerte das Antiquariat Dr. Jörn Günther ein um 1486 in Köln entstandenes Gebetbuch, dessen Verbleib seitdem nicht bekannt war. Dank eines Hinweises von Birgit Zacke (Bonn) konnte eine Handschrift im Kölner Museum Schnütgen als das seinerzeit verkaufte und mit Miniaturen verzierte Gebetbuch identifiziert werden. Der Codex ist zurück in Köln und die Liste der Aufbewahrungsorte im HSC ist um eine Institution reicher.

Der Hand­schriften­census ist eine Online-Datenbank zu sämtlichen deutsch­sprachigen Hand­schriften des Mittelalters (750-1520) weltweit. Er vereint basale Informationen zu Personen, Werken und ihrer Überlieferung. Darüber hinaus bietet er zu jedem Textzeugen eine überlieferungsgeschichtlich einschlägige Literaturauswahl und den Zugang zu Digitalisaten. Der Handschriftencensus versteht sich als zentrale Anlaufstelle zum Verzeichnen von Handschriften in ihren vielfältigen Ausprägungen, ihrer Datierung, Provenienz und ihrer inhaltlichen Ausrichtung, er ist außerdem ein professionelles Instrument für die wissenschaftliche Erforschung deutschsprachiger Schriftzeugnisse der Vergangenheit.

Seit 2017 ist der Handschriftencensus ein Vorhaben der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Gefördert von Bund und Ländern im Rahmen des Akademienprogramms der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften.