Handschriften­census

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Über­lieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

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Akademievorhaben Handschriftencensus

HSC-Neuigkeiten

26. Juni 2026
RKE digital - Beta-Version veröffentlicht

Das an den Universitäten Köln und Tübingen und in Kooperation mit dem University College London durchgeführte DFG-Projekt 'Narrative Vermittlung religiösen Wissens. Edition und Kommentierung geistlicher Vers- und Prosatexte des 13. bis 16. Jahrhunderts' präsentiert seine Webseite in einer vollständig überarbeiteten Beta-Version. Das Ziel des Projekts ist die Veröffentlichung überlieferungskritischer Editionen von 181 deutschsprachigen religiösen Kurzerzählungen auf der Basis eines repräsentativen Korpus von 55 Leithandschriften sowie über 600 weiteren Parallelhandschriften und Drucken.

Der Hand­schriften­census ist eine Online-Datenbank zu sämtlichen deutsch­sprachigen Hand­schriften des Mittelalters (750-1520) weltweit. Er vereint basale Informationen zu Personen, Werken und ihrer Überlieferung. Darüber hinaus bietet er zu jedem Textzeugen eine überlieferungsgeschichtlich einschlägige Literaturauswahl und den Zugang zu Digitalisaten. Der Handschriftencensus versteht sich als zentrale Anlaufstelle zum Verzeichnen von Handschriften in ihren vielfältigen Ausprägungen, ihrer Datierung, Provenienz und ihrer inhaltlichen Ausrichtung, er ist außerdem ein professionelles Instrument für die wissenschaftliche Erforschung deutschsprachiger Schriftzeugnisse der Vergangenheit.

Seit 2017 ist der Handschriftencensus ein Vorhaben der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Gefördert von Bund und Ländern im Rahmen des Akademienprogramms der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften.