Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 3956

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Bern, Burgerbibl., Mss. h.h. X.48Codex94 Blätter (188 Seiten)

Inhalt 

Konrad von Ammenhausen: 'Schachzabelbuch' mit "zeitgenössischen lateinischen Glossen (Bibel und Kirchenväter)" (Backes/Geiss S. 433) (B; Backes/Geiss Nr. 6)

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
Blattgröße295 x 215 mm
Schriftraumca. 240 x 170 mm
Spaltenzahl2
Zeilenzahl46-52
VersgestaltungVerse abgesetzt
Besonderheiten20 lavierte Federzeichnungen
Entstehungszeit4. Viertel 14. Jh. (Backes/Geiss S. 433)
Schreibsprachenordschweiz. mit elsäss. Einsprengseln (Backes/Geiss. S. 433)

Forschungsliteratur 

Abbildungen
  • Goldschmidt Tafel 1-4 (Illustrationen und Textproben)
  • Schachzabel, Edelstein und Gral S. 35, 37, 39 [= S. 20, 93, 172 (jeweils in Farbe)]
Literatur
  • Ferdinand Vetter (Hg.), Das Schachzabelbuch Kunrats von Ammenhausen, Mönchs und Leutpriesters zu Stein am Rhein. Nebst den Schachbüchern des Jakob von Cessole und des Jakob Mennel (Bibliothek älterer Schriftwerke der deutschen Schweiz, Ergänzungsband 7), Frauenfeld 1892, S. LI. [online]
  • Emil Bloesch, Katalog der Handschriften zur Schweizergeschichte der Stadtbibliothek Bern, Bern 1895, S. 352. [online]
  • Adolph Goldschmidt, Die Luzerner illustrierten Handschriften des Schachzabelbuches des Schweizer Dichters Konrad von Ammenhausen. Ein Beitrag zur Geschichte der Buchmalerei im 14. und 15. Jahrhundert, in: Innerschweizerisches Jahrbuch für Heimatkunde VIII/X (1944/46), S. 9-33, hier S. 18-24 und Tafel 1-4.
  • Martina Backes und Jürgen Geiß, Zwei neue Fragmente des 'Schachzabelbuchs' Konrads von Ammenhausen. Mit einer revidierten Liste der Textzeugen, in: ZfdA 125 (1996), S. 419-447, hier S. 433 (Nr. 6).
  • Oliver Plessow unter Mitwirkung von Volker Honemann und Mareike Temmen, Mittelalterliche Schachzabelbücher zwischen Spielsymbolik und Wertevermittlung. Der Schachtraktat des Jacobus de Cessolis im Kontext spätmittelalterlicher Rezeption (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des Sonderforschungsbereichs 496, Bd. 12), Münster 2007, S. 388f.
  • Schachzabel, Edelstein und der Gral. Spätmittelalterliche Handschriftenschätze der Burgerbibliothek Bern (Passepartout. Schriftenreihe der Burgerbibliothek Bern), Bern 2009, S. 34-39 [Isabelle Marcon / Sonja Schneider].
ArchivbeschreibungWilhelm Josef Meyer (1913) 3 Bll.
Ergänzender HinweisUm 1425 trug der Luzerner Bürger Hans zum Bach, der Illustrator der Ammenhausen-Hs. Zofingen, Stadtbibl., Pa. 31, drei fehlende Seiten nach (vgl. Backes/Geiss S. 433).
Manuel Bauer, April 2009