Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 9529

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Amsterdam, Universitätsbibl., Cod. I A 24eFragmentRest eines Blattes (mit Faltspuren)

Inhalt 

recto = 'Amsterdamer Liebesgruß' (B76)
verso = Tuchabrechnung

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
Blattgröße[100] x [210] mm
Schriftraumrecto: 80 x 170 mm
verso: [80] x [80] mm
Spaltenzahlrecto: 1
verso: 2 (?)
Zeilenzahlrecto: 15
verso: [16]
VersgestaltungVerspaare abgesetzt, Versenden durch Doppelstriche markiert
Entstehungszeitum 1450 (Brandis S. 211)
Schreibsprachewestmd. (HSC)

Forschungsliteratur 

AbbildungenSchulz-Grobert S. 28 (Abb. 5) [= vollständig]
Literatur
(Hinweis)
  • Conrad Borchling, Mittelniederdeutsche Handschriften in Norddeutschland und den Niederlanden. Erster Reisebericht, in: Nachrichten von der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, Philol.-hist. Klasse, Geschäftliche Mittheilungen 1898, Göttingen 1899, S. 79-316, hier S. 244f. (mit Abdruck der recto-Seite). [online]
  • Tilo Brandis, Mittelhochdeutsche, mittelniederdeutsche und mittelniederländische Minnereden. Verzeichnis der Handschriften und Drucke (MTU 25), München 1968, S. 211.
  • Jürgen Schulz-Grobert, Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften. Untersuchungen zur Überlieferung einer anonymen Kleinform der Reimpaardichtung (Hermaea N.F. 72), Tübingen 1993, S. 24, 28 (Abb. 5), 174.
  • Jacob Klingner und Ludger Lieb, Handbuch Minnereden. Mit Beiträgen von Iulia-Emilia Dorobanţu, Stefan Matter, Martin Muschick, Melitta Rheinheimer und Clara Strijbosch, 2 Bde., Berlin/Boston 2013, Bd. 2, S. 23 (Am1).
ArchivbeschreibungWalther Dolch (1908) 3 Bll.
Ergänzender Hinweis(1) Bei dem Fragment handelt es sich wohl um den querformatig beschriebenen, oberen Teil eines Blattes, das am linken Rand unregelmäßig aus einem größeren Codex herausgeschnitten wurde. Der Text der verso-Seite ist kopfständig zu dem der recto-Seite eingetragen.
(2) Dolch und Schulz-Grobert setzen die Tuchabrechnung als recto-Seite an; Textverlust und Zuschnitt des Blattes weisen darauf hin. Den Faltspuren nach bildet der 'Liebesgruß' jedoch die Vorderseite des Blattes.
Mitteilungen von Sine Nomine
cb, Januar 2020