Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 9650

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Ostritz (Sachsen), Stiftsbibl. der Zisterzienserinnenabtei St. Marienthal, Ms. F 5: 31Codex190 Blätter

Inhalt 

'St. Marienthaler Psalter', lat. (Psalmen mit Cantica und Litanei; Gebetsanhang von gleicher Hand; voran Kalender von anderer Hand)
Von mehreren Händen des 13. Jh.s lat. Nachträge und ein dt. Nachtrag [Bl. 111r]: drei Sangsprüche in einem Ton, der später von Wernher von Hohenberg, dem Mönch von Salzburg und in zwei Mariengebeten der 'St. Katharinentaler Liedersammlung' verwendet wurde

Kodikologie 

BeschreibstoffPergament
Blattgrößeca. 215 x 150 mm
StrophengestaltungStrophen abgesetzt
VersgestaltungVerse nicht abgesetzt
BesonderheitenSieben ganzseitige Miniaturen zum Psalter; der dt. Nachtrag steht auf der ursprünglich leeren Vorderseite des Blattes mit der sechsten Miniatur (zu Ps 101).
EntstehungszeitPsalter: 2. Viertel 13. Jh. (Engelhart S. 63); dt. Nachtrag: 4. Viertel 13. Jh. (Karin Schneider, s. Kornrumpf S. 79)
Schreibsprachebair.

Forschungsliteratur 

AbbildungenKornrumpf S. 83 [= Bl. 111r]
Literatur
  • Helmut Engelhart, Der St. Marienthaler Psalter. Einführung und kunsthistorischer Kommentar, in: Der St. Marienthaler Psalter. Im Auftrag der Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal hg. von H. E., Regensburg 2006, S. 21-78 (mit Abb. 10, 12, 14, 15, 19, 20), S. 88-[120] (Liste der Farbtafeln, Taf. 1-32).
  • Gisela Kornrumpf, Drei unbekannte Sangsprüche des 13. Jahrhunderts, in: Der St. Marienthaler Psalter. Im Auftrag der Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal hg. von Helmut Engelhart, Regensburg 2006, S. 79-87 (mit Abdruck).
Archivbeschreibung---
Gisela Kornrumpf (München), Mai 2006