Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

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Handschriftenbeschreibung 18901

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Dessau, ehem. Herzogl. Residenzschloss, ohne Sign. [verschollen]FragmentZwei stark zerstörte Blätter

Inhalt 

'Gernroder Predigt' (früher meist: 'Altsächsische Psalmenauslegung')

Kodikologie 

BeschreibstoffPergament
Entstehungszeit10./11. Jh.
Schreibsprachewestfälisch (Sanders, Sp. 1262)
südwestfälisch (Klein, S. 543-549)
Schreibortam wahrscheinlichsten Werden (Sanders, Sp. 1262)
Essen (Bodarwé, S. 128 und 370)
Datierung der Hs. spätes 10. Jh. (Sanders, Sp. 1262)
Überlieferungstyp Deutsche Handschrift

Forschungsliteratur 

AbbildungenGallée (1895), Nr. IXa-c.
Literatur
  • Karl Müllenhoff und Wilhelm Scherer (Hg.), Denkmäler deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII.-XII. Jahrhundert, Bd. 1: Texte, Bd. 2: Anmerkungen, 3. Ausgabe von Elias von Steinmeyer, Berlin 1892 (Nachdruck Berlin/Zürich 1964), Nr. 71, Bd. I, S. 233-236, Bd. II, S. 372-375. [Bd. 1 online] [Bd. 2 online]
  • Johan H. Gallée (Hg.), Altsächsische Sprachdenkmäler, Leiden 1894, S. 219-232. [online]
  • Johan H. Gallée (Hg.), Altsächsische Sprachdenkmäler, Facsimile Sammlung, Leiden 1895, Nr. IXa-c. [online]
  • Elis Wadstein (Hg.), Kleinere altsächsische Sprachdenkmäler mit Anmerkungen und Glossar (Niederdeutsche Denkmäler 6), Norden/Leipzig 1899, Nr. 2, S. 4-15. [online]
  • Kurt Erich Schöndorf, Die Tradition der deutschen Psalmenübersetzung. Untersuchungen zur Verwandtschaft und Übersetzungstradition der Psalmenverdeutschung zwischen Notker und Luther (Mitteldeutsche Forschungen 46), Köln/Graz 1967, S. 149 (Nr. 3).
  • Bernhard Bischoff, Paläographische Fragen deutscher Denkmäler der Karolingerzeit, in: Frühmittelalterliche Studien 5 (1971), S. 101-134 [wieder in: ders., Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte, Bd. III, Stuttgart 1981, S. 73-111], S. 130.
  • Thomas Klein, Studien zur Wechselbeziehung zwischen altsächsischem und althochdeutschem Schreibwesen und ihrer sprach- und kulturgeschichtlichen Bedeutung (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 205), Göppingen 1977, S. 543-549.
  • Willy Sanders, 'Gernroder Predigt', in: 2VL 2 (1980), Sp. 1262.
  • Steffen Krogh, Die Stellung des Altsächsischen im Rahmen der germanischen Sprachen (Studien zum Althochdeutschen 29), Göttingen 1996, bes. S. 122f.
  • Katrinette Bodarwé, Sanctimoniales litteratae. Schriftlichkeit und Bildung in den ottonischen Frauenkommunitäten Gandersheim, Essen und Quedlinburg (Quellen und Studien. Veröffentlichungen des Instituts für kirchengeschichtliche Forschung des Bistums Essen 10), Münster 2004.
  • Rolf Bergmann (Hg.), Althochdeutsche und altsächsische Literatur, Berlin/Boston 2013, hier S. 409f. (Psalter: 'Gernroder Fragmente eines altsächsischen Psalter-Kommentars', Heinrich Tiefenbach).
Archivbeschreibung---
Ergänzender HinweisDie Anhaltische Landesbücherei Dessau bestätigte in zwei Schreiben an Krogh vom 16.2.92, dass die Blätter verschollen sind (siehe Krogh, S. 122, Anm. 333).
Elke Krotz (Wien), Februar 2024