Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 20701

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Mainz, Martinus-Bibl., Inc. 324SonstigesDruck Johannes Tauler: Predigten, Leipzig: Konrad Kachelofen, 1498 (Hain/Copinger 15346, BSB-Ink T-62)

Inhalt 

Handschriftliche Einträge:
Prosagebet
Marienlied (Inc. Maria muter auserkorn), 8 Strophen, mit Refrains

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
Entstehungszeitum 1490-1520 (Karin Schneider, s. Scheidgen S. 172f. Anm. 4)
Schreibspracheostobd. (wohl im Klarakloster in Nürnberg geschrieben)

Forschungsliteratur 

Abbildungen---
Literatur
  • Helmut Hinkel (Hg.), Goethekult und katholische Romantik. Fritz Schlosser (1780-1851) (Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz. Sonderband 2001/2002), Mainz 2002 [zu Schlosser und seiner Bibliothek].
  • Andreas Scheidgen, Maria Muter auserkorn. Ein spätmittelalterliches Marienlied aus dem Nürnberger Klarakloster, in: Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie 46 (2007), S. 170-183 (mit Abdruck des Gebets S. 171f. und des Liedes S. 170f.).
  • Daniel Könitz und Klaus Klein, Altbekanntes und Neuentdecktes. Die deutschen und niederländischen Handschriftenfragmente in der Martinus-Bibliothek, in: Bibliotheca S. Martini Moguntina. Alte Bücher - Neue Funde, hg. von Helmut Hinkel (Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz 2012), Mainz/Würzburg 2012, S. 104-116 mit S. 518, hier S. 116.
ArchivbeschreibungVgl. Max Gleitsmann (1914) 13 Bll. (hier Bl. 2)
Ergänzender Hinweis1) Die Inkunabel wurde um 1840 von Fritz Schlosser aus dem Nachlaß von Georg Wolfgang Panzer ersteigert (Scheidgen S. 173) und gelangte 1866 mit Schlossers Bibliothek in die heutige Martinus-Bibliothek.
2) Eine Abschrift des Liedes (wohl von Schlossers Hand) befand sich in einer Sammlung mit Abschriften von geistlichen Texten des 13. bis 15. Jahrhunderts, die unter den Handschriften der Martinus-Bibliothek bisher nicht nachgewiesen ist (vgl. die Archivbeschreibung).
Gisela Kornrumpf (München), November 2012