Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 22116

Aufbewahrungsorte | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsorte 

InstitutionArtUmfang
Duisburg, Landesarchiv, Abteilung Rheinland, Bestand AA 0546 Werden, Akten 9 a 1 aCodex40 Blätter

Inhalt 

'Werdener Urbar', bestehend aus 4 selbständigen Registern. Im 3. Register (den westfälischen Heberegistern), das Lage 5 entspricht, steht auf Bl. 34v ein lat.-as. Mischtext.

Kodikologie 

BeschreibstoffPergament
Blattgröße205-240 x 155-185 mm (Lage 5: 240 x 185 mm)
Spaltenzahl1
Zeilenzahl23
Datierung der Hs. 6 Lagen von verschiedenen Händen, Ende 9. oder Anfang 10. Jh. bis spätere Jahrzehnte des 10. Jh.s (Kötzschke S. CIXf.), der lat.-as. Mischtext in Lage 5 = Bl. 27-34 aus der ältesten Phase
Überlieferungstyp Lateinisch-deutscher Mischtext

lat.-as. Mischtext

Forschungsliteratur 

AbbildungenFarbabb.: 27r, 27v, 28r, 28v, 29r, 29v, 30r, 30v, 31r, 31v, 32r, 32v, 33r, 33v, 34r, 34v
Literatur
  • Elis Wadstein (Hg.), Kleinere altsächsische Sprachdenkmäler mit Anmerkungen und Glossar (Niederdeutsche Denkmäler 6), Norden/Leipzig 1899, S. 23, Nr. 8. [online]
  • Rudolf Kötzschke (Hg.), Rheinische Urbare. Sammlung von Urbaren und anderen Quellen zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte, Bd. 2: Die Urbare der Abtei Werden a. d. Ruhr. A. Die Urbare vom 9.-13. Jahrhundert (Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde XX,2), Bonn 1906 (Nachdruck Düsseldorf 1978), bes. S. CIX-CXXII und 4-87 (Abdruck), der Mischtext ediert auf S. 73f.
  • Robert Jahn, Die ältesten Sprach- und Literaturdenkmäler aus Werden und Essen, in: Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen 60 (1940), S. 9-142, hier S. 72f.
  • Richard Drögereit, Werden und der Heliand. Studien zur Kulturgeschichte der Abtei Werden und zur Herkunft des Heliand, Essen 1951.
  • Thomas Klein, Studien zur Wechselbeziehung zwischen altsächsischem und althochdeutschem Schreibwesen und ihrer sprach- und kulturgeschichtlichen Bedeutung (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 205), Göppingen 1977, bes. S. 333f.
  • Steffen Krogh, Die Stellung des Altsächsischen im Rahmen der germanischen Sprachen (Studien zum Althochdeutschen 29), Göttingen 1996, bes. S. 121.
  • Ruth Schmidt-Wiegand, 'Werdener Urbar', in: 2VL 10 (1999), Sp. 886-889.
  • Rolf Bergmann (Hg.), Althochdeutsche und altsächsische Literatur, Berlin/Boston 2013, hier S. 509f. ('Werdener Urbar', Heinrich Tiefenbach).
Elke Krotz (Wien), Juli 2020