Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 24768

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Basel, Universitätsbibl., Cod. A III 52Sonstiges2 separate Einzelblätter (a und b), ursprünglich einmal längs und zweimal bzw. einmal quer gefaltet

Inhalt 

Bl. a, rb-vb = 'Goldenes Ave Maria' II.3: Glossenlied Ave got grüß dich reine magt, Str. 1-12 und eine längere Epilogstrophe (s. Ergänzender Hinweis 1)
Bl. b, ra-rb = Ludwig Moser (?): Bearbeitung dieses Glossenliedes (s. Ergänzender Hinweis 2), bricht nach Str. 4,3 ab; Rest der Spalte leer

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
BlattgrößeBl. a: 295 x 205 mm
Bl. b: 320 x 225 mm
SchriftraumBl. a: 250 x 175 mm
Bl. b: 270 x 185 mm
Spaltenzahl2
ZeilenzahlBl. a: 54-56
Bl. b: 5
StrophengestaltungStrophen abgesetzt
VersgestaltungBl. a: Verse nicht abgesetzt, am Versende Doppelvirgel
Bl. b: Verse abgesetzt
BesonderheitenSchreiber von Bl. a ist Ludwig Moser (Steinmann aufgrund von Schriftvergleich); dasselbe gilt wohl für Bl. b
Entstehungszeitwohl 4. Viertel 15. Jh. (Steinmann)

Forschungsliteratur 

AbbildungenFarb-Abbildung der Blätter
Literatur
  • Gustav Binz, Die deutschen Handschriften der Öffentlichen Bibliothek der Universität Basel, Bd. 1: Die Handschriften der Abteilung A, Basel 1907 (ohne diesen Textzeugen). [online]
  • Burghart Wachinger, 'Goldenes Ave Maria', in: 2VL 3 (1981), Sp. 80-84 + 2VL 11 (2004), Sp. 544, hier Bd. 3, Sp. 82f. (II.3.) (ohne diesen Textzeugen).
  • Herbert Kraume, Moser, Ludwig, in: 2VL 6 (1987), Sp. 705-710 (Textzeuge nicht verzeichnet).
  • e-codices. Virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz, >>> Direktlink. [online]
  • Verbundkatalog HAN - Handschriften, Archive, Nachlässe [>>Indexsuche: Signatur], >>> Direktlink. [online]
Archivbeschreibung---
Ergänzender Hinweis1) Zu Bl. a: Zu den meisten Versen der Epilogstrophe (xaabbccddeeffggyhhh) finden sich Entsprechungen in den stark divergierenden, oft längeren Epilogen anderer Textzeugen. Vgl. die unter http://www.handschriftencensus.de/werke/6826 nachgewiesenen Abdrucke. (Gisela Kornrumpf, Dezember 2017)
2) Zu Bl. b: Die Bearbeitung basiert höchstwahrscheinlich auf der Fassung des Glossenliedes, die auf Bl. a aufgezeichnet ist. Die 1. Pers. Sg. ist durch die 1. Pers. Pl. ersetzt; die Strophen sind länger (Reimschema aabb, ccdd, eeffgghhx statt aabb, ccdd, eefff) und bieten jeweils ab v. 9 einen vom Glossenlied unabhängigen Text. (Gisela Kornrumpf, Dezember 2017)
Martin Steinmann, Unpublizierte Beschreibung (1993) (online via HAN)
Mitteilungen von Gisela Kornrumpf
April 2018