Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 19923

Aufbewahrungsorte | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsorte 

InstitutionArtUmfang
Privatbesitz, Philipp Fürst zu Stolberg-Wernigerode, Hirzenhain, Cod. Zb 21Codexnoch 245 Blätter

Inhalt 

Jakob Twinger von Königshofen: 'Chronik' (dt.)

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
Blattgröße270 x 190 mm
Schriftraum195-205 x 145-150 mm
Spaltenzahl2
Zeilenzahl32-38 (überwiegend 34-36)
Entstehungszeitum 1461, Nachträge bis um 1474 (vgl. Pfeil S. 298)
Schreibsprachesüdrheinfrk. (Pfeil S. 298)

Forschungsliteratur 

Abbildungen---
Literatur
  • Anton Ruland, Die Handschriften der am 10. October 1854 zu Wernigerode zum Verkauf ausgebotenen Zeisberg'schen Bibliothek, in: Serapeum 16 (1855), S. 4-13, 17-26, 33-40, hier S. 25 (Nr. 136). [online]
  • Ernst Förstemann, Die Gräflich Stolbergische Bibliothek zu Wernigerode, Nordhausen 1866, S. 110. [online]
  • Carl Hegel (Hg.), Die Chronik des Jacob Twinger von Königshofen 1400 (1415), in: Die Chroniken der oberrheinischen Städte: Straßburg, Bd. 1 (Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert 8), Leipzig 1870 (Nachdruck Stuttgart 1961), S. 222 (Nr. 41). [online]
  • Hildegard Herricht, Die ehemalige Stolberg-Wernigerödische Handschriftenabteilung. Die Geschichte einer kleinen feudalen Privatsammlung (Schriften zum Bibliotheks- und Büchereiwesen in Sachsen-Anhalt 31), Halle (Saale) 1970, S. 30.
  • Brigitte Pfeil, Katalog der deutschen und niederländischen Handschriften des Mittelalters in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) (Schriften zum Bibliotheks- und Büchereiwesen in Sachsen-Anhalt 89/1.2), Halle (Saale) 2007, S. 296-301. [Bd.1 online] [Bd. 2 online]
ArchivbeschreibungEduard Brodführer (1915) 5 Bll. (unter dem alten Aufbewahrungsort)
Ergänzender HinweisDie Handschrift ist aufgrund der Schreibsprache und inhaltlicher Indizien (Einarbeitung einer Speyerischen Chronik) wahrscheinlich in Speyer entstanden (vgl. dazu Pfeil S. 298).
Die seit 1948 in Halle aufbewahrten Handschriften aus dem Bestand "Cod. Stolb.-Wernig." befinden sich nach Mitteilung von Dr. Marita von Cieminski vom November 2013 nicht mehr in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt. Alle Textzeugen wurden restituiert und an den Erben der Fürstl. Stolbergischen Bibliothek zurückgegeben; Mikrofilme der Handschriften werden in der Universitäts- und Landesbibliothek Halle aufbewahrt.
Mitteilungen von Marita von Cieminski
November 2013