Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 5072

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Karlsruhe, Landesbibl., Cod. St. Blasien 11Codex106 Blätter

Inhalt 

Bl. 1ra-88ra = Marquard von Lindau: 'Auszug der Kinder Israel' und 'Dekalogerklärung'
Bl. 89r-106v = Johannes von Tepl: 'Der Ackermann aus Böhmen' (K)

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
Blattgröße290 x 205 mm
Schriftraum210 x 160 mm
Spaltenzahl2
Zeilenzahl24
BesonderheitenRaum für Illustrationen freigelassen.
Entstehungszeitum 1471-1473 (WZ, Höhler/Stamm S. 11)
Schreibsprachealem. mit schwäb. Einschlag (Höhler/Stamm S. 11)

Forschungsliteratur 

Abbildungen
  • Farb-Abbildung des Codex
  • Thomas Heft 10 [= Bl. 89r-106v, s/w]
Literatur
(Hinweis)
  • Nigel F. Palmer, Latein, Volkssprache, Mischsprache. Zum Sprachproblem bei Marquard von Lindau, mit einem Handschriftenverzeichnis der 'Dekalogerklärung' und des 'Auszugs der Kinder Israel', in: Spätmittelalterliche geistliche Literatur in der Nationalsprache, Bd. 1 (Analecta Cartusiana 106,1), Salzburg 1983, S. 70-110, hier S. 107.
  • James C. Thomas, Johannes von Saaz, Der Ackermann aus Böhmen. Gesamtfaksimileausgabe der Handschriften und Drucke a und b, hg. und mit einem Kommentar von J. C. Th., Bd. I, Heft 1-18, Bern u.a. 1990, hier Heft 10.
  • Peter Höhler und Gerhard Stamm, Die Handschriften von St. Blasien (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe XII), Wiesbaden 1991, S. 11f. [online]
  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss, fortgeführt von Norbert H. Ott zusammen mit Ulrike Bodemann und Gisela Fischer-Heetfeld, Bd. 1, München 1991, S. 19 (Nr. 1.0.3). [online] [zur Beschreibung]
  • Christian Kiening, Schwierige Modernität. Der 'Ackermann' des Johannes von Tepl und die Ambiguität historischen Wandels (MTU 113), Tübingen 1998, S. 488f. u.ö. (s. Register S. 694).
  • Sabine Häußermann, Die Bamberger Pfisterdrucke. Frühe Inkunabelillustration und Medienwandel (Neue Forschungen zur deutschen Kunst 9), Berlin 2008, S. 140f.
  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, begonnen von Hella Frühmorgen-Voss und Norbert H. Ott, hg. von Ulrike Bodemann, Kristina Freienhagen-Baumgardt, Pia Rudolph und Nicola Zotz, Bd. 7,3/4 (Williram von Ebersberg, Hoheliedkommentar - Katechetische Literatur), München 2016, S. 424 (Nr. 67.3.2). [online] [zur Beschreibung]
Archivbeschreibungvorhanden
Ergänzender HinweisIm Zuge einer Einbandrestaurierung im Jahr 1938 wurden unter anderem zwei einseitig beschriebene Pergamentstreifen mit deutschsprachigem Text herausgelöst. Es handelt sich um "Teile einer deutschen Urkunde der Stadt Schlettstadt von 1450, in der ihr Bürger Cünzlin Sluselin und sein Sohn Eckhart vorkommen." (Höhler/Stamm S. 12)
Mitteilungen von Gisela Kornrumpf, Sine Nomine
Teresa Reinhild Küppers, November 2018