Handschriftencensus

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Philipps-Universität Marburg

Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters

Handschriftenbeschreibung 10691

Aufbewahrungsort | Inhalt | Kodikologie | Forschungsliteratur

Aufbewahrungsort 

InstitutionArtUmfang
Heidelberg, Universitätsbibl., Cpg 1Codex52 Blätter

Inhalt 

Bl. 1r-3v = Planetentraktat und ‚Planetenkinder‘-Texte
Bl. 3v-8r = Zwölf Monatsregeln
Bl. 8r-12v = Aderlaßregeln
Bl. 12r, 17r-18r = Aderlaßregeln nach Papst Johannes XXI. (Petrus Hispanus)
Bl. 12r-17r = Konrad von Eichstätt: 'Regel der Gesundheit'
Bl. 18r-18v = Wetterregeln nach den Planeten
Bl. 18v = Von den Planeten
Bl. 19r = Über die Eigenschaften der Tierkreiszeichen
Bl. 19r = Prognosen
Bl. 20r-40v = 'Ordnung der Gesundheit'
Bl. 40v-45r = Rezept(e)

Kodikologie 

BeschreibstoffPapier
Blattgröße310 x 227 mm
Schriftraum220-240 x 140-150 mm
Zeilenzahl29-34
BesonderheitenBesitzvermerk (Bl. 1r): hurlenwegin (Regina Hurleweg); Altes Kopert mit Besitzvermerk hurlewegin und Urkunde vom 6. Dezember 1538: Johann Horbusch von Melsungen überträgt alle Rechte am Antoniter-Haus in Alzey an Pfalzgraf Ludwig V.; Beide Besitzvermerke stammen von Pfalzgraf Ludwig V. (Zimmermann S. 1); Mit der Hs. sind drei Fragmente eines lat. Breviers (14. Jh.) überliefert, die vormals als Falzstreifen Verwendung fanden (Zimmermann S. 4)
Entstehungszeitum 1538
Schreibsprachesüdrheinfrk. mit bair. Formen (Zimmermann S. 1)
SchreibortHeidelberg

Forschungsliteratur 

AbbildungenFarb-Abbildung des Codex
Literatur
  • Christa Hagenmeyer, Die 'Ordnung der Gesundheit' für Rudolf von Hohenberg. Untersuchungen zur diätetischen Fachprosa des Spätmittelalters mit kritischer Textausgabe, Diss. Heidelberg 1972, S. 34f.
  • Gundolf Keil, Hurleweg, Regina, in: 2VL 4 (1983), Sp. 316f.
  • Francis B. Brévart / Gundolf Keil, Planetentraktate, in: 2VL 7 (1989), Sp. 715-723 + 2VL 11 (2004), Sp. 1248.
  • Johannes G. Mayer, Das 'Arzneibuch' Ortolfs von Baierland in medizinischen Kompendien des 15. Jahrhunderts. Beobachtungen und Überlegungen zur Werktypologie medizinischer Kompendien und Kompilationen, in: "ein teutsch puech machen". Untersuchungen zur landessprachlichen Vermittlung medizinischen Wissens. Ortolf-Studien 1, hg. von Gundolf Keil (Wissensliteratur im Mittelalter 11), Wiesbaden 1993, S. 39-61, hier S. 44.
  • Karin Zimmermann unter Mitwirkung von Sonja Glauch, Matthias Miller und Armin Schlechter, Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1-181) (Kataloge der Universitätsbibliothek Heidelberg VI), Wiesbaden 2003, S. 1-4. [online]
  • Ortrun Riha (Hg.), Das Arzneibuch Ortolfs von Baierland. Auf der Grundlage der Arbeit des von Gundolf Keil geleiteten Teilprojekts des SFB 226 'Wissensvermittelnde und wissensorganisierende Literatur im Mittelalter' zum Druck gebracht, eingeleitet und kommentiert von O. R. (Wissensliteratur im Mittelalter 50), Wiesbaden 2014, S. 20.
Archivbeschreibung---
Ergänzender HinweisBl. 1r-42v der Hs. sind eine Abschrift von Bl. 1r-51v aus Heidelberg Universitätsbibl. Cpg 718
Mitteilungen von Sine Nomine
ak, Karin Zimmermann, November 2020